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Rowing World Cup
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Schweinfurter mittendrin, statt nur dabei In der Kabine mit Oliver Kahn, auf der Trainerbank neben Ottmar Hitzfeld oder zusammen mit David Beckham einlaufen – beim Fußball wohl undenkbar. Nicht so beim letzten Lauf zum Rowing World-Cup, der vom 01. -03. August auf der Olympia-Regattastrecke Oberschleißheim bei München ausgetragen wurde und als letzter Leistungstest vor den Weltmeisterschaften in Sevilla gilt. Einer spontanen Idee nach fuhren Mitglieder des Schweinfurter Ruder-Club Franken (Manfred Neubert, Ulrich Müller, Sebastian Dittmar und Patrick Lunz) am Samstag früh nach München, um die versammelte Ruderelite einmal live und hautnah zu erleben. Die Möglichkeit kurz vor dem Rennen noch mit den Leistungssportlern zu fachsimpeln oder einfach mitten durch den Bootssattelplatz zu schlendern, zeigt doch sehr deutlich, dass Rudern eine kleine, aber feine Randsportart ist - ebenso das für eine Veranstaltung dieser Größenordnung geringe Zuschauerinteresse: Kaum mehr Zuschauer als Sportler verirrten sich trotz der sommerlichen Temperaturen an die Olympia-Regattastrecke von 1972, so dass die Rennen in einer schon fast familiären Atmosphäre ausgetragen wurden. Dabei hätten die Athleten zweifellos größere Aufmerksamkeit verdient, vor allem weil die deutsche Equipe wieder einmal die erfolgreichste Mannschaft stellte und zum wiederholten Male mit riesigem Vorsprung den Gesamt-Cup gewann. In allen olympischen Bootsklassen konnten sich deutsche Boote für die Finals qualifizieren und gleich sechs Mal als Erster und einmal als Dritter am Siegersteg anlegen. Den Anfang machte die amtierende Weltmeisterin Kathrin Rutschow-Stomporowski, die den schweren Frauen-Einer souverän gewann. Einmal mehr wurde Marcel Hacker im Skiff seiner Favoritenrolle gerecht und ließ Weltmeister Olaf Tufte und Iztok Cop in einem taktisch klug geführten Rennen hinter sich. Damit unterstrich der in dieser Saison noch ungeschlagene Individualist eindrucksvoll seine Ausnahmestellung. “Ich fühle mich überhaupt nicht als Favorit, denn jedes Rennen muss neu gewonnen werden.”, erwidert er entgegen seiner selbstbewussten Art. Anscheinend hat er seine Lehre aus dem WM-Debakel gelernt, als er letztes Jahr auf dem Luzerner Rotsee im Halbfinale völlig überdrehte und mit Kreislaufkollaps baden ging. “Ich war nicht klar im Kopf, habe mich von außen und von mir selbst zu sehr unter Druck setzten lassen.” Auch uns unserer Gegend kommt ein Profi: Der Wertheimer Sebastian Thormann gewann als Bugmann des 4- und sicherte sich den Weltcup. Zwei weitere Siege gab es im prestige-trächtigen Paradeboot des DRV: Dem Achter. Sowie die Frauen als auch die Männer dominierten nach Belieben, wobei sie vom Fehlen des WM-Favoriten USA profitierten. Schweinfurts Sport-Vorsitzender Manfred Neubert: “Das war doch etwas zu deutlich was die heute gemacht haben, bei der WM wird es sehr viel knapper werden.” Im Interview mit dem ZDF gab Deutschlands Chef-Coach Dieter Grahn eben genau das selbe Statement ab. Ist also etwa unser sportlicher Leiter Berater des DRV? Gar Kandidat für das Amt des Trainers? Der neue Schweinfurter Trainer könnte den Achter dann einfach mit Schweinfurter Talenten, wahrscheinlich dem berühmten Celtis-Achter, besetzen. Um die Finanzen braucht man sich keine Sorgen machen, der Schatzmeister ist ja auf unserer Seite. Der DRV also fest in Schweinfurter Hand??? Diese Gerüchte wurden vom DRV jedoch weder dementiert noch verifiziert... Patrick Lunz |
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