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Frauen-Forum des
Deutschen Ruderverbands in Schweinfurt |
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“Ich will was ich kann und ich kann was ich will.” Selbstbewusst und engagiert präsentierten sich die 45 Teilnehmerinnen des 3.Frauen Forums des Deutschen Ruderverbandes (DRV). Insgesamt vier Tage waren sie dafür beim Schweinfurter Ruder-Club zu Gast. Rund 25 Prozent aller RudererInnen in Deutschland sind Frauen, doch noch viel zu wenige besetzen Führungspositionen in Vereinen oder Verbänden. So stand das diesjährige Forum ganz unter dem Motto “Frauen an die Spitze”. Ein gleichnamiges Projekt wurde im vergangenen Jahr vom Nationalen Olympischen Komitee (NOK) ins Leben gerufen. Als Referentinnen eingeladen waren: Anouschka Bernhard, Referat Personalentwicklung mit Schwerpunkt Frauen im NOK, und Klothilde Schmöller, Frauenvertreterin im Präsidium des Landessportbundes Bayern. Oberbürgermeisterin Gudrun Grieser und Heidrun Laschka, sportpolitische Sprecherin der CSU in Schweinfurt, nahmen an der Podiumsdiskussion teil. Zu Gast waren auch der DRV-Präsident Helmut Griep, sowie die mehrmalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin Kathrin Boron. In Arbeitskreisen wurde diskutiert und erörtert, wie das Ziel, an die Spitze zu kommen, zu erreichen ist. Die Frauen geben sich nicht mehr nur mit Positionen wie Schriftführerin oder Frauenvertreterin zufrieden. Sie wollen mitreden und mitentscheiden wenn es um Finanzen oder Ausbildung geht. “Dabei müssen wir Frauen uns vor allem darüber klar sein, dass die wichtigen Entscheidungen an der Theke gemacht werden,” sagte Anouschka Bernhard. So sei es absolut legitim sich Verbündete zu suchen und Beziehungen zu nutzen. Es gehe bei dem Projekt “Frauen an die Spitze” nicht um Quotenregelungen. Sondern Frauen sollen zum Wohle einer Sache andere Sichtweisen einbringen, um am Ende das Optimum herauszuholen. “Nur wenn die ganze Erfahrung von Männern und Frauen zusammenkommt, ist es möglich in seiner vollen Größe aufzutreten,” so Bernhard. Um dies zu erreichen, sollten Frauen nicht mehr die Angst haben etwas falsch zu machen, sondern den Mut haben auch mal etwas zu riskieren. Bernhard erklärte, dass man nach wie vor das Problem habe, dass zu wenige Spitzensportlerinnen in der Verbandsarbeit mitwirken. Die erfolgreiche Ruderin Kathrin Boron, die in wenigen Monaten ihr erstes Baby erwartet, nannte die Gründe: “Man muss dem Sportler nach jahrelangem Spitzensport schon ein bisschen Zeit lassen für Beruf und Familie.” Doch die erfahrene Ruderin will dem Sport auf jeden Fall erhalten bleiben und kann sich nach einer gewissen Zeit durchaus vorstellen Verantwortung zu übernehmen. Sie möchte dies zunächst auf Vereinsebene im Kindertraining tun. “Denn wenn man von einem Verein so viel bekommen hat, dann ist es für mich ganz normal, dass man wieder etwas zurückgibt.” Interessiert hörten die Teilnehmerinnen zu, als OB Gudrun Grieser von ihren persönlichen Erfahrungen erzählte. “Frauen haben vor allem in der Politik Fuß gefasst, weil die Männer erkannt haben, dass es Wählerstimmen bringt, wenn man Positionen mit Frauen besetzt.” So sei auch sie zu ihrem Amt gekommen. “Ich bin angesprochen worden, alleine hätte ich das nie gemacht.” In einem ist sich die OB sicher: “Wir sind am Anfang einer Lawine, in der Frauen Spitzenpositionen einnehmen.” Am Ende waren sich alle Teilnehmerinnen einig: Der Wille, die grundsätzliche Bereitschaft und die Liebe zu ihrer ehrenamtlichen Arbeit sind die Voraussetzungen, um an die Spitze zu kommen. Uta Baumann |
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