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2018:
Regatta Heidelberg
Veröffentlicht am 16.05.18 von ...Me



Noch vor zwei Wochen bei der Regatta in Bamberg waren Lena vom Regensburger Ruderverein und ich unsere jeweils meist gefürchteten Gegnerinnen. Doch das sollte sich ändern, denn einige Tage nach unserem knappen Bugball-an-Bugball-Rennen, fragte Lena mich, ob wir nicht in Heidelberg gemeinsam im Doppelzweier starten wollten.
Für jeden, der monatelang nur Einer gefahren ist und auch keine Aussicht darauf hatte, in näherer Zukunft mal ein Mannschaftsboot fahren zu können, ist vermutlich verständlich, wie sehr ich mich über diese unerwartete Anfrage gefreut habe.
Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer, da ich mich kurz nach Meldeschluss so erkältet hatte, dass an Training nicht zu denken war. Erst am Donnerstag ging es mir wieder so gut, dass ich nach Regensburg fahren konnte, um eine lockere erste Einheit mit Lena zu absolvieren.
Bei widrigen Wetterbedingungen war das Teambuilding vermutlich das wichtigere als die Technik. Unsere Unterhaltung auf Regatten ging bis dahin nämlich nie über "Wie viel Uhr ist denn?", "Warum fährst du den leichten Einer nicht?" und "Geht's dir wieder besser?" hinaus. Wir wussten also nicht einmal, ob wir uns überhaupt verstehen würden – und schließlich ist eine gewisse Harmonie im Team für das gemeinsame und vor allem erfolgreiche Rudern unbedingt notwendig.
Glücklicherweise waren die Sorgen alle unbegründet und wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Freitagvormittag stimmte dann auch das Wetter und wir konnten immerhin ein paar Starts und 10er fahren, bevor es dann am Samstag in Heidelberg ernst wurde.

In unserem ersten Rennen konnten wir leider nur den dritten Platz errudern, worüber wir natürlich zunächst etwas enttäuscht waren. Nichtsdestotrotz war das Ergebnis aber eigentlich doch zufriedenstellend, schließlich saßen wir immerhin gerade einmal das dritte Mal zusammen im Boot und meisterten unser erstes gemeinsames Rennen dafür sehr ordentlich. Das kurze Video, das die Regensburger vom Rennen gemacht haben, hat uns dann auch selbst erstaunt, da wir nicht wussten, dass wir so schön rudern können, vor allem nicht im Rennen... :D

Am Sonntag ging es dann mit neuer Motivation an den Start. Da die Läufe nach den Zeiten des Vortages gesetzt wurden, hatten wir uns in der zweiten Abteilung gute Chancen auf einen Sieg ausgerechnet. Wie es aber im Leben so ist, kommt es ja doch meist anders als geplant. So mussten oder vielmehr durften wir im "A-Finale" mitfahren. Trotz der starken Konkurrenz belegten wir einen sehr guten zweiten Platz, der aufgrund des nur geringen Abstands zu den Gewinnern Hoffnung auf mehr macht. Durchaus zufrieden mit unserer Leistung, gerade weil wir als Leichtgewichte im schweren Feld gestartet sind, aber etwas enttäuscht, die Gewinner im Endspurt nicht mehr ganz eingeholt zu haben, ging so ein Wochenende mit vielen neuen Erlebnissen zu Ende.

Mein persönliches Highlight des Wochenendes jedoch war nicht das Rudern, sondern etwas ganz anderes: im Mannschaftszelt mit den Regensburgern zu schlafen, was erstaunlich gut funktioniert hat. Um 21.50 Uhr wurden alle Handys eingesammelt und um 22.00 Uhr war Bettruhe, an die sich wirklich alle gehalten haben.
Letztendlich sind die meisten Dinge sehr ähnlich wie bei uns im Verein abgelaufen, wodurch ich mich bei den Regensburgern sehr wohl gefühlt habe, auch wenn ich "meine" Schweinfurter vermisst habe.

Bericht: Claudia Karrlein
Foto: Judith Alkofer


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