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Clubregatta
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Jugend setzt sich durch Vereinmeisterschaft des Ruder-Clubs “Franken” Dieses Jahr wurde am 22.September die traditionsreiche Clubregatta ausgetragen. Von den Anfängern über die Jugend bis hin zu Freizeitruderern und Masters waren aus allen Altersschichten Teilnehmer angetreten, um die Vereinsmeister in zehn Bootsklassen zu ermitteln. Bei den meisten Rennen stand der Spaß im Vordergrund, während manche Läufe, wie die Einer-Vereinsmeisterschaft oder der Herausforderungs-Achter, durchaus ernst genommen wurden. Die Regattaleitung lag wieder in den bewährten Händen des sportlichen Leiters Manfred Neubert. Lore Stuhlert führte das Regattabüro, Herbert Stuhlert fungierte als Starter und Schiedsrichter. Das Programm moderierte spontan Patrick Lunz als Regattasprecher mit seinem technischen Assistenten Hauke-Hans Hansen. Für die Verpflegung sorgte Astrid Neubert. Den Beginn an diesem verregneten, windigen und kalten Tag machte der Gig-Doppelvierer mit Steuermann der unter 18-jährigen. In den drei Booten saßen jeweils zwei aktive Jugendliche mit zwei ihnen zugelosten Anfängerruderern. Am aggressivsten aus den Startblöcken kamen Alexander Krüger, Fabian Fuhrig, Antonio Santoro, Harald Viemann und Simon Morsi, die ihren Vorsprung knapp vor den zwei schnell heranspurteten übrigen Booten ins Ziel retten konnten. Im Vierer-ohne mit festen Mannschaften konnten sich erwartungsgemäß die Favoriten Thomas Goecke, Matthias Preißler, Klaus Schaupp und Michael Scipio vor der Crew um Horst Masuch und einem Boot der Jugend durchsetzen. Als nächstes stand der Gig-4x+ der über 18-jährigen auf dem Programm. Hier gewannen Hubert Oppelt, Katrin Schott, Daniel Freiwald und Burgi Baumann. Sicherlich der erste Höhepunkt erwartete die Zuschauer im Rennen 4, der Einer-Vereinsmeisterschaft. Mit Sebastian Dittmar, dem bayrischen Meister, Matthias Preißler, einem Mitglied der Bayern-Auswahl und Patrick Lunz, dem Schlagzahlmonster, forderten vier talentierte und mit weniger oder mehr offiziellen Titeln dekorierte Jugendliche den Titelverteidiger Thomas Goecke heraus. Auf der lediglich 400 Meter langen Strecke konnte Patrick seine Stärke, die hohe Schlagfrequenz, voll ausspielen. Er lieferte sich mit dem amtierenden Meister ein packendes Kopf an Kopf Rennen, die anderen folgten mit einigem Respektabstand. Während Thomas im Endspurt den Druck erhöhte, versuchte Patrick nochmals die Schlagzahl zu steigern, was bei dem aufgewühlten Wasser fast zwangsläufig einen Krebs zur Folge haben musste. So konnte sich Thomas die Trophäe mit knapp einer Länge Vorsprung sichern. “Das war ein unnötiger, dummer Fehler. Na ja... vielleicht nächstes Jahr.”, kommentierte der Unterlegene. Dabei sein ist alles - unter diesem Motto stand die Fun-Einerstaffel quer über dem Main. So kam man sich bei der Wende schon mal ins Gehege oder verirrte sich in der Motorbootabteilung. Als bei der letzten Wende Hauke Hans-Hansen erkannte, dass er die schon zurückrudernde Uta Baumann nicht mehr einholen würde, versuchte er eine Seeblockade zu errichten, um seine Gegnerin am Erreichen des Ufers zu hindern. Jedoch gelang es ihr geschickt, das Hindernis zu umkurven und ungefährdet als Erste das Ziel zu passieren. Die Siegermannschaft: Bernd Meidel, Uta Baumann, Andreas Orlamünder, Hans Häfner, Sophie Krüger und Jonas Göb. Nochmals Vierer-ohne, diesmal mit zusammengewürfelten Mannschaften, stand als sechstes Rennen des Tages auf dem Plan. Diesmal setzten sich Bernd Meidel, Michael Scipio, Horst Masuch und Willi Wenzel durch. Im Rennen sieben wurde der Beste im Skiff der jugendlichen Anfänger und Freizeitruderer ermittelt. Antonio Santoro gewann knapp vor seinem jüngeren Bruder Fabio. Zur allgemeinen Erheiterung trug Hans Häfner bei, der das Rennen offensichtlich mit dem Kinderspiel “Ochs am Berg” verwechselte. Jedenfalls versuchte er, beim Signalton für den Sieger krampfhaft sich nicht mehr zu bewegen. Bei “Ochs am Berg” hätte er wohl klar gewonnen, hier landete er so lediglich auf Platz 4. Ein weiteres High-Light war der Familien-Doppelzweier, der vom Regattasprecher zu einer “Frage der Ehre” hochstilisiert und mit spannender Musik unterlegt wurde. Dass neun Boote gemeldet wurden und dass die meisten der Konkurrenten die Tage zuvor gewissenhaft trainierten, zeigt den hohen Stellenwert, den dieser Vergleich hat. Die erste Abteilung gewannen Klaus und Tobias Schaupp, vor den Santoro-Brothers, Horst und Martin Mauch sowie Sophie und Elise Krüger. In der zweiten Abteilung kamen die Titelverteidiger Willi und Peter Wenzel nicht in Fahrt, so dass Katrin Schott und Bernd Meidel mit Uta und Fritz Baumann um den Sieg kämpften. In einem Photo-Finish konnte sich dann mit einer Bugballspitze Vorsprung die Familie Baumann durchsetzen. Die Regatta neigte sich dem Ende zu, die Achter standen auf dem Programm. Im offenen Achter siegten Hermann Zembsch, Andreas Orlamünder, Willi Wenzel, Bernd Meidel, Katrin Schott, Christel Förster, Ute Schlessing und Fritz Baumann deutlich, obwohl sie mit dem alten Holz-Boot und Macon-Riemen unterwegs waren und Ute Schlessing vom Rollsitz rutschte. Ein Beleg technischer Klasse und physischer Stärke. Zum krönenden Abschluss wurde der Herausforderungs-Achter ausgetragen. Die Jugend wollte sich für die im Vorjahr erlittene, knappe Niederlage revanchieren und trainierte den Achter im Vorfeld. Um keine Schlupflöcher für eventuelle Ausreden zu geben, fuhr die Jugend das neue Boot mit Macon-Riemen, während sich die Al(l/t)–Stars dem Starter mit Bernardo Gärdes und Big-Blades stellten. Es herrscht also vom Material her Chancengleichheit. Am Start zahlte sich noch die größere Erfahrung der Titelverteidiger aus, die sich mit einer Luftkastenlänge in Führung brachten. Auf der Strecke konnten sich die Herausforderer mit einer höheren Frequenz und einem langen, kräftigen Schlag dann aber immer weiter nach vorne schieben und schließlich das Rennen klar mit einer Länge gewinnen. “Wurde auch langsam mal Zeit”, meinte Manfred Neubert, kündigte aber an, der Jugend im nächsten Jahr mit einer verstärkten Auswahl Paroli bieten zu wollen. Nach dem Rennen musste die siegreiche Mannschaft Christian Fröschel, Patrick Lunz, Alexander Krüger, Matthias Preißler, Fabian Fuhrig, Ulrich Müller, Peter Wenzel und Sebastian Dittmar natürlich ihren Steuermann David Brünner unter lautem Jubel in den Main werfen. Tradition verpflichtet. Als letztes überreichte der Regattaleiter den Siegern ihre Präsente und dankte für den reibungslosen Ablauf. Für nächstes Jahr wäre zur perfekten Regatta nur etwas besseres Wetter und mehr Bratwürste wünschenswert. Patrick Lunz |
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Manfred Neubert (rechts im Bild) erklärt, wie´s geht. |
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Schiedsrichter Herbert Stuhlert mit seinen Lehrlingen |
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Thomas Goecke errang zum dritten Mal in Folge des begehrte "Holz-Männle", den Pokal für den Vereinsmeister im Einer. (Manfred Neubert strahlt, weil die Clubregatta so sauber und harmonisch über die Bühne gegangen ist.) |
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(Fotos: Bernd Meidel) |
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