
Die Bocksbeutel-Saga
(Stand:
24.01.2012; copyright: bernd meidel)
1985
Wir
schreiben den 21.7.1985, den Geburtstag des Bocksbeutel-Racing Teams.
Den
Kern dieser glorreichen Mannschaft
bildet der Leichtgewichts-Männer-B-Achter,
eine Renngemeinschaft von Schweinfurt
(Thomas Feneberg, Philipp Grimm, Martin Kolb,
Bernd Meidel, Michael Scipio, Norbert Steiche,)
und Karlstadt ("Judy" Joachim Köhler,
"Adam" Joachim Reiß).
Als Verstärkung kommen Roland "Wildeman" Helbig, Bernhard Johanni, Martin Schäfer und
Uwe Tschirschwitz hinzu.
Über Gegner,
zumeist bullige US-GIs,
und Rennverlauf ist nicht mehr viel bekannt.
Die überzeichneten Heldentaten, die im Laufe
vieler Winterabende
an den Lagerfeuern von Generation zu Generation
weitergegeben wurden, möchte ich an dieser Stelle unberücksichtigt lassen.
Historisch
belegt ist jedoch, daß das Bocksbeutel-Racing-Team
bereits bei seinem Jungfern-Endlauf den 3. Platz
erringen konnte.
1986
Am
13.07.1986 griff das Bocksbeutel-Racing-Team
(im
weiteren zeitgemäß nur noch BRT genannt)
erneut
in das Rowdy River Raft Race (kurz: RRRR) ein.
Der
knapp, aber verdient erkämpfte 1. Platz
(vgl.
Bericht aus "Treffpunkt", Nr. 8/1986, S.1 in "Treffpunkt
Franken")
belegt
die enorme Steigerungsfähigkeit dieser Ausnahmemannschaft.

Männer und Frauen plagen sich mit verbissenen Gesichtern auf
dem Main, um mit einem fünf Meter langem Schlauchboot
so schnell wie möglich eine Distanz von fast 600 Metern zurückzulegen.
Beim achten "Rowdy River Raft Race" am 13 .07. 86 waren 70 Mannschaften angetreten,
um sich dieser Strapaze zu unterziehen. Neben zahlreichen amerikanischen
Mannschaften waren auch einige deutsche Teams am Start, um ihre Kraft und
Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Mehr als 2000 Zuschauer hatten sich
auf dem Gelände unterhalb des Schweinfurter Ruderclubs eingefunden, um bei Bier
und Kaffee die Wettläufe zu beobachten. Nachdem sich in zehn Vorläufen die
zwölf zeitbesten Mannschaften für das Halbfinale qualifiziert hatten, stand
fest, daß dies nicht der Tag der Amerikaner war.
Unter den sechs schnellsten Vorlaufteams befand sich lediglich ein amerikanisches,
die "Defending-Champs", Abonnementsieger
der letzten Jahre und amtierender Europameister. Sie waren auch das einzige
Team der US-Streitkräfte, das sich für den Endlauf qualifizieren konnte. Dort
gab es dann ein an Dramatik kaum zu überbietendes Rennen. Die beiden
Mannschaften des Ruderclubs "Franken", die "Bocksbeutel"
und "Gummibären" lieferten sich ein packendes Finish mit der
Überraschungsmannschaft des Tages, den "Schnüdeln".
Knapper Sieger wurden die ,,Bocksbeutel vor den
"Gummibären" und den "Schnüdeln",
wobei letztere wegen eines Wendefehlers disqualifiziert wurden. Durch diesen
Umstand rückte der Europameister zur Freude aller anwesenden Amerikaner vor.
Im
gleichen Jahr konnten die ständigen Verlierer
(im weiteren ordnungsgemäß nur noch Schnüdel genannt)
zu einem Kräftemessen mit dem runden Leder
überredet werden.
Das packende Duell endete nach Verlängerung 5:4
für das BRT.
1987
Auch diese Jahr
begann mit einem Sieg über die Schnüdel
- zunächst beim
legendären "Bierathlon" in der Rhön,
der sich aus
mehreren Disziplinen zusammensetzte:
- Gulaschsuppen-Hang-Querfahrt;
- Glühwein-Riesen-Slalom;
- Skifahren (Einzelwertung, Kettenwertung, Haltungswertung);
- Lkw-Reifen-Abfahrt;
- Bier-Elfer.
Nach
diesem Erfolg war das BRT beim RRRR
selbst mit dem 2. Platz sehr zufrieden;
zumal die Silbermedaille zum damaligen Zeitpunkt
noch in der Sammlung fehlte.
Es muß wohl am Ungeschick des Fotografen gelegen haben,
daß die Freude nicht so recht aus den Gesichtern
abzulesen ist.

Das
BRT erstmals im einheitlichen Trikot
und mit dem Fun-Set von 1987 ausgerüstet
stehend:
Bernd Meidel, Martin Schäfer, Thomas Berthold, Roland Helbig,
Uwe Tschirschwitz,
Jörg Wehner,
davor: Bernhard Johanni, Michael Scipio, Thomas
Feneberg, Norbert Steiche, Martin Kolb, Philipp Grimm
1988
Beim 10.
RRRR am 07.08.1988 belegt das BRT den 1.Platz.
Leider
ist die genaue Mannschaftszusammensetzung nicht mehr bekannt.
In
diesem Jahr fand auf dem Gelände der Spedition Venzl+Rottmann
das "Spiel ohne Grenzen" zwischen BRT
und Schnüdel statt.
Offizielle Gewinner gab es nicht.
Zum Verlierer des Tages gekürt wurde die
Teppichstange,
die dem Anhänger-Wettschieben zum Opfer gefallen
war.
1989 / 1990
Auch die
Geschehnisse der darauffolgenden Jahre
verlieren
sich im dichten Nebel der Geschichte.
Lediglich
von der Eishockey-Begegnung
BRT gegen Schnüdel
am 21.12.1990
existieren einige kostbare Videoaufnahmen in
meinem Privatarchiv.

1991
Der
21.7.1991 ging als "dies ater" in die
Chronik des BRT ein:
Das
RRRR endete damals mit einem 2. Platz - hinter den Schnüdeln!

Martin
Schäfer Jens Hofmann, Hauke Hans, Bernd Meidel, Thomas Feneberg; Martin Heyn,
Frank Dürrschmid, Roland Helbig, Martin Kolb, knieend:
Bernhard Johanni, Philipp Grimm


Andreas Scipio (vierter von links) gab hier ein Gastspiel.
1992
Beim
RRRR am 19.7.1992
wurde
das Weltbild
(nicht
nur des BRTs)
wieder
gerade gerückt.

Leider
würdigte
die
intolerabel inkompetente Tagespresse
den
1. Platz
(vor
den drittplazierten Schnüdeln)
erst
nach telefonischem Nachhilfeunterricht.

Als
bis heute einmalige Novität
wurde das BRT 1992
von Biolectra und UmweltMagazin gesponsort.
Mannschaft: Thomas Feneberg, Philipp Grimm, Roland Helbig, Jens Hofmann, Bernhard Johanni, Martin Kolb, Bernd Meidel, Martin Schäfer, Norbert Steiche, Uwe Tschirschwitz, Jürgen Wöllert
1993
Am
11.7.1993 wurde das RRRR
in
Vorlauf, Halbfinale und Finale
vom
BRT "regiert".

Mehr
ist dazu nicht zu sagen.
NO LONESOME SUNDAY
Sonntag, punkt 14 Uhr, regnet es in Strömen Rowdy River Raft Race? Kannst vergessen bei dem Wetter. Um drei scheint es wieder einigermaßen friedlich draußen, und drinnen fällt einem die Decke auf den Kopf einschließlich des Fernsehprogramms. Also doch rüber in die Wehranlagen, und siehe da: eine doch erstaunliche Menge wälzt sich dort über die Wiese. Viele tragen eine Art Uniform (wenns bloß ein T-Shirt ist, auf dem z.B. "Barburians" steht). Es wird also doch gepaddelt, und wie! Einige Teams scheinen von Takt keinen blassen Schimmer zu haben und produzieren eine Art komplizierten Tanz auf dem Main; die erzielten Plazierungen sind danach. Andere wieder haben vielleicht heimlich geübt und legen unter den heiseren "Eins! Zwei!"-Schreien des Einpeitschers eine Spitzenzeit nach der anderen hin.
Daß die in allen Läufen ungeschlagene (und deshalb auch Sieger-) Mannschaft den weniger sportlichen, dafür weinhaltigeren Namen "Bocksbeutel" trägt, was soll´s. Man schlabbert sich auch ein nachmittägliches Radler/Bier hinter die Binde und hält sich von den seltsamen amerikanischen Getränken vorsichtshalber fern. Und bekommt den Sonntag also doch noch rum.
(kleine presse, 93/08, S.13)
Mannschaft: Thomas Feneberg, Hauke Hans, Jens
Hofmann, Bernhard Johanni, Martin Kolb, Bernd Meidel, Joachim Reiß, Michael
Scipio, Norbert Steiche, Jörg Wehner, Jürgen Wöllert
1994
Nach
dem undankbaren 4. Platz
beim
RRRR am 19.6.1994
war
olympischer Sports-Geist gefordert.
Um so
bedauerlicher,
weil das BRT
erstmals gemischt besetzt war.

von links: Jens Hofmann, Martin Schäfer,
Marcus Garkisch, Bernhard Johanni, Uwe Tschirschwitz,
Roland Helbig, Jörg Wehner, Bernd Meidel, Erik Meidel, (im Kinderwagen: Armin Wöllert), Jürgen Wöllert, Gesine Wöllert, Thomas Feneberg

1995
Am 18.6.1995
zeigte sich das BRT in gewohnter Form,
so
daß das 17. RRRR mit einem 2. Platz endete.

Mannschaft: Thomas Feneberg,
Marcus Garkisch, Hauke Hans, Martin Heyn, Bernhard Johanni, Bernd Meidel,
Michael Scipio, Norbert Steiche, Tomlin,
Uwe Tschirschwitz, Jörg Wehner
1996
Mit
stetig steigender Leistung
und dank einiger "Einkäufe" aus den
Reihen aktiver Ruderer
stand das BRT am 19.6.1996 wieder da,
wo es hingehört - ganz oben auf dem Treppchen.
Übrigens war dies (nach 1994) das zweite gemischte BRT.
|
|
hintere Reihe: Dominik Schneyer,
Mike Wirthenson, Monika Sauer, Norbert Steiche, Fabian Burchardt, Jörg Wehner; davor: Hauke Hans,
Michael Scipio, Bernhard Johanni, Bernd Meidel, Uwe Tschirschwitz
|
|
|
|
1997
15.6.1997
09:00 Uhr Alles stimmt:
Sonne, Boote, große Werbebocksbeutel, Pavillon, 49
gemeldete Boote.
10:00
Uhr Vorlauf:
Das BRT gewinnt überlegen mit einer Zeit von 6:37 min.
14:00 Uhr 1. Halbfinallauf:
Das Halbfinale startet 1,5 h früher als geplant - ohne
BRT-Steuermann Bernhard Johanni und Roland Helbig!!! Der Lauf endet für das BRT mit einem dritten Platz und
der Zeit von 7:17,88 min.
Das Bangen beginnt.
14:20
Uhr 2. Halbfinallauf:
Fünf Mannschaften sind schneller als 7:17,88 min. Sechs Mannschaften kommen
in das Finale. Also müßte der gesamte 3.
Halbfinallauf langsamer sein als 7:17, 88 min.
14:40
Uhr 3. Halbfinallauf:
Der Sieger hat 7:17,76 min.
Damit ist das BRT um 0,12 sec. aus dem Finale geworfen!!!

Das einzige BRT, das nicht ins Finale kam!!!
Von links: Kai Lopau,
Marcus Garkisch, Bernd Meidel, Thomas Saalmüller, Jürgen Wöllert,
Bernhard Johanni, Roland Helbig, Uwe Tschirschwitz,
Monika Sauer, Manfred Neubert, Martin Kolb, Michael Scipio
Nebenbei bemerkt: Auch im Finale konnte keine Mannschaft die Vorlaufzeit des BRT unterbieten.
1998
21.6.1998
Bei strahlendem Sonnenschein trifft sich ein hochmotiviertes BRT zum XX. RRRR:

Thomas Goecke, Helmut Ziegler, Martin Schäfer, Uta Baumann, Bernd Meidel,
Kai und Lukas Lopau, Thomas Saalmüller, Thomas
Feneberg, Marcel Tully, Michael Scipio (von links)
Nach dem den Vorlaufsieg mit 7:20 min war die sechstbeste Zeit erreicht.
Das Halbfinale wurde mit kernigen Schlägen und perfekter Harmonie dominiert - die Zeit von 6:41 min auch in den anderen Halbfinalläufen nicht unterboten.
Im Endlauf waren lediglich die
"Profis" der DJK (USS Enterprise) ein paar Sekunden schneller als das
BRT, das seinereseits kurz vor dem Ziel zusätzlich
mit dem Rettungsboot der Wasserwacht zu kämpfen hatte.
Somit brachte das XX. RRRR eine äußerst
respektable Silbermedaille mit der erneut verbesserten Zeit von 6:26 min.
1999
Wegen der Kosovo-Krise wurde 1999 leider kein RRRR abgehalten.
2000

(Nachbestellung?)
16.7.2000
|
Das Wetter: Die technischen Feinheiten: Das Ergebnis:
Novum 2000: Ach ja!:
|
|
2009
Beim "rotarischen R.R.R.R. revival" (www.raftrace.de) startet das BRT in frischer Besetzung
Tobias Rogalla,
Michael Scipio, Dirk Jenny, Bernd Schilling, Thomas Feneberg,
Ralf Michal, Christian Holzapfel, Martin Heyn, Kai Hüser, Kai Lopau, Moritz Rogalla
und erreicht das Finale, aber leider keinen Platz auf dem Treppchen.
(Die Schnüdel sind nicht als Team, sondern nur vereinzelt in anderen Booten dabei.)
2010

Beim "2. rotarian Rowdy River Raft Race"
(www.raftrace.de)
startet das BRT erstmals mit Arm-Tattoos.

Helmuth Ziegler, Bernd Schilling, Dirk Jenny, Hauke Hans, Kai und Lukas Lopau, Uta Baumann, Moritz und Tobias Rogalla (nicht auf dem Bild: Ralf Michal, Thomas Saalmüller, Joachim Köhler)

Hier wird vermeintlich der Halbfinallauf gewonnen - allerdings endet gleichzeitig die Qualifikation, weil die Wende zu früh eingeleitet worden war.
(Die Schnüdel sind wieder nicht dabei.)
2011
Beim "3. rotarian Rowdy River Raft Race"
(www.raftrace.de)
startet das BRT
Tobias Ziegler, Moritz Ziegler, Helmuth Ziegler, Martin Schäfer,
Thomas Feneberg,
Thomas
Saalmüller, Bernd Schilling, Ralf Michal, Philipp Grimm, Christian Fröschl,
Dirk Jenny, Jörg Wehner
erstmals gegen die „Rowing Basterds“, eine neue
Mannschaft aus Ruder-Club-Aktiven,
die prompt den Endlauf gewinnt.
(Die Schnüdel sind „natürlich“ wieder nicht dabei.)
|
|
|
Zeittafel:
|
21.07.1985 |
3. Platz |
|
13.07.1986 27.07.1986 |
1. Platz 5:4 im Fußball gegen die Schnüdel |
|
??.??.1987 ??.??.1987 |
Bierathlon gegen die
Schnüdel 2. Platz |
|
07.08.1988 |
1. Platz |
|
??.??.1989 |
? Spiel ohne Grenzen |
|
??.??.1990 21.12.1990 |
? Ingolstadt Eishockey gegen die Schnüdel |
|
21.07.1991 |
2. Platz |
|
19.07.1992 |
1. Platz |
|
11.07.1993 |
1. Platz |
|
19.06.1994 |
4.
Platz |
|
18.06.1995 |
2. Platz |
|
19.06.1996 |
1. Platz |
|
15.06.1997 |
Finale
um 12/100 sec. verpaßt |
|
21.06.1998 |
2. Platz |
|
13.06.1999 |
Das
XXI. R.R.R.R. wurde leider abgesagt. |
|
16.07.2000 |
2. Platz |
|
17.06.2001 |
vom
Veranstalter abgesagt! :-( |
|
21.06.2009 |
Finalteilnahme |
|
13.06.2010 |
Disqualifikation
im Halbfinale |
|
10.07.2011 |
41.
Platz der Vorlaufzeiten |
to be continued...